Privates

Fritzi, ein Hundemädel aus Sri Lanka – Teil 1

Wer schon einmal dort Urlaub gemacht hat, kennt das Hundeelend in Ländern wie Sri Lanka. Es gibt Unmengen von herrenlosen Straßenhunden, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Auch Tiere, die in menschlicher Obhut sind, wirken eher verwahrlost und sind teilweise stark abgemagert. Fehlt doch den Menschen das Verständnis, dass Hunde Lebewesen mit Gefühlen und Bedürfnissen sind. Für uns vollkommen unverständlich, dort leider Alltag. Und so kam es, dass wir während unseres Aufenthalts einem kleinen Straßenhund begegnet sind. Einer von vielen und doch so besonders. Wir nannten Sie Fritzi …

Fritzi kommt aus Kosgoda auf Sri Lanka, einem kleinen Dorf 80 km südlich von Colombo direkt am Meer. Als wir sie das erste Mal treffen, geht es ihr sehr schlecht. Ihr ganzer Körper ist übersäht von Ekzemen und Bisswunden. Mit ihren schätzungsweise 7 Monaten weiß sie noch nicht einmal, wie es sich anfühlt, gestreichelt und hinter den Ohren gekrault zu werden. Es scheint ihr sehr zu gefallen, denn sie weicht uns von da an nicht mehr von unserer Seite. Wir würden sie beschützen vor den Bissen der anderen Hunde und den Tritten der Menschen. Doch was soll mit ihr geschehen, wenn wir wieder nach Deutschland zurückkehren? Die Einreisebestimmungen aus einem EU-Land nach Deutschland sind schon sehr streng. Die Einreise eines Hundes aus Sri Lanka aber ist wohl eines der kompliziertesten und mit höchsten Auflagen versehenen Unterfangen überhaupt. Monatelange Wartezeiten, unzählige Tests und Impfungen. Wie würde sie nach Deutschland kommen? Und wo würde sie solange bleiben?

Wir hatten noch keine Antwort auf all diese Fragen, doch wir wissen: hier kann sie nicht bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.